Neues aus der Nachbarschaft

CUCULA-Refugees Company for Craft and Design

Das Wort “cucula” stammt aus der Hausa-Sprache aus West-Zentralafrika und bedeutet „etwas gemeinsam machen“, aber auch „aufeinander aufpassen“. Ganz in diesem Sinne möchte CUCULA Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen bieten, für die sonst alle Türen geschlossen bleiben. Das Konzept: Flüchtlinge bauen Designklassiker, verkaufen diese und finanzieren sich damit ihren Lebensunterhalt und eine Ausbildung.

Als Reaktion auf die Zuspitzung der Situation von nach Berlin geflüchteten Menschen hat das Internationale JugendKunst- und Kulturhaus „Schlesische27“ sich im Winter 2013 entschlossen für fünf junge westafrikanische Männer ein „Kälteobdach“ in den Räumlichkeiten der Einrichtung in Berlin-Kreuzberg (www.schlesische27.de) einzurichten. Malik, Moussa, Saidou, Maiga und Ali haben bald darauf mit dem Produktdesigner Sebastian Daeschle erste Möbel gebaut, um ihr Zimmer einzurichten. Das war der Anfang von CUCULA.

CUCULA will ein in Deutschland einzigartiges soziales Designunternehmen gründen:CUCULA – Refugees Company for Craft and Design. Die Entwürfe basieren auf den 1974 entstandenen Selbstbaumöbeln “Autoprogettazione” von Enzo Mari, welche heute als Meilenstein in Design gelten.  Durch das Modellprojekt entwickeln die beteiligten Flüchtlinge eine eigene, reale Perspektive.

Mit dem Kauf eines Stuhles kann man dazu beitragen, dass aus dem Experiment ein Unternehmen wird. CUCULA –  benötigt bis zum Ende des Jahres ein Startkapital in Höhe von 70.000 € – das entspricht dem Gegenwert von fünf einjährigen Ausbildungsstipendien und Rechtsberatung.

Design schafft Perspektiven: Die im Projekt aktiven Flüchtlinge Ali Maiga Nouhou, Maiga Chamseddine, Saidou Moussa, Moussa Usuman und Malik Agachi kommen aus Westzentralafrika. Über Lampedusa und Italien haben sie sich über die Jahre bis nach Deutschland durchgeschlagen, weil Krieg und Dürre in ihren Heimatländern alle Grundlagen für ihre Zukunft zerstört haben. Sie haben den dringenden Wunsch, selber für ihren Lebensunterhalt zu sorgen und eine Berufsausbildung anzupacken.Selber Möbel bauen – selber aktiv werden! Gleichzeitig eröffnet ihnen der betriebliche Rahmen konkrete berufliche und aufenthaltsrechtliche Perspektiven.

www.startnext.de/cucula
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