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Weniger ist mehr 1: Ausmisten

Ich habe es schon angedeutet, da war ein Gefühl: Es ist Zuviel,  es muss was weg. Angestoßen hat dann noch mal eine Radioreportage zum Thema Minimalismus (Brauch ich nicht!Minimalismus als Lebensform). Ich fasste also den Entschluss: Ich miste aus!

Nun ist es so: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust. Denn ich mag es ordentlich und übersichtlich, aber ich habe auch ein Chaotenherz. Und obwohl ich weiß, das alles seinen Platz haben muss, ist es tatsächlich nicht so. Die Tatsache, dass ich nicht als Single in eine 50 qm Wohnung lebe, sondern mit 2 Kindern, Mann und Haustieren in einem Haus, tut sein übriges.

Bevor man wirklich anfängt sichtbar zu reduzieren, heißt es erst einmal sich einen Überblick zu verschaffen und sich nach und nach vorzuarbeiten.

Wie anfangen?

Es gibt natürlich viele Wege nach Rom, für mich funktioniert es so am Besten: Ganz konkret nimmt man sich z. B. eine Schublade oder ambitioniert einen ganzen Schrank vor und legt los. Für mich haben drei Kategorien bewährt : BLEIBT DA, WOANDERS HIN und VERSCHENKEKISTE. Erst einmal sortiert man den richtigen Müll (fals vorhanden) aus. Dann macht man einen Haufen mit den Sachen, die am Ort bleiben und eine Kiste mit den Sachen die woanders hingehören oder evtl. ganz weg kommen/verschenkt werden. Ich hab dann erstmal die Sachen, die am Platz bleiben, wieder ordentlich einsortiert. Dahinter steht immer die Frage, welche Funktion hat dieser Ort, was soll hier aufbewahrt werden, was gehört hier hin und warum? Warum soll dieses Ding es hier sein? Die Dinge, die an dem Ort nichts zu suchen haben, also in die WOANDERS HIN Kiste sortiert wurden, werden nun genauer betrachtet. Haben sie woanders einen Platz? Wenn ja, werden sie dort einsortiert. Und der Rest? Dinge, die ich nicht brauche oder nicht mehr haben will, habe ich in eine große Verschenkekiste gepackt. Bei manchen Sachen war ich mir noch nicht sicher. Die sind erstmal in der WOANDERS HIN Kiste geblieben. Bei der Sortierung der Schubladen habe ich zum Beispiel 3 Matschhosen gefunden, von denen 2 lange zu klein waren. Außerdem ein Sommerhut, den ich nie getragen habe. Und einige Dinge, die sinnloser weise doppelt oder dreifach vorhanden waren: 2 Eierschneider, 3 Suppenkellen….Diese Dinge wandern in die VERSCHENKEKISTE.

Weniger ist mehr

Ist die Vesrchenkekiste voll, bringe ich sie zum Beispiel ins Sozialkaufhaus um die Ecke als Spende oder ich gebe Dinge im Freundeskreis weiter. Ich lass auch Besuch immer gerne in die Verschenkkiste schauen, so verschwinden die Dinge nach und nach. Auch wenn ich zwischendurch mal etwas in der Hand habe, von dem ich denke, dass es für mich überflüssig ist, kommt es in die  Kiste. Falls man die Dinge nicht verschenken, sondern verkaufen will, kann man natürlich auch eine weitere Kiste eröffnen. So wird der Hausstand nach und nach weniger.

Voraussetzung ist außerdem, dass ich einen Kaufstopp eingelegt habe für Kleinkrams, Klamotten, Deko, etc… Es sind lange nicht nicht alle Besitztümer durchsortiert, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Dieses Aussortieren und reduzieren, schafft ein Bewusstsein dafür , was man so angehäuft hat und führt dazu, dass man genauer überlegt, bevor man sich ein weiteres Ding zu eigen macht. Und es ist etwas dran: Es entsteht eine Leichtigkeit und Klarheit durch das Reduzieren und man schafft Platz, nicht nur ganz konkret im Haus, sondern auch in Kopf und Herz. 

Mehr zum Thema:

http://www.becomingminimalist.com

http://www.ndr.de/info/Brauch-ich-nicht-Minimalismus-als-Lebensform,audio301664.html

http://www.mamadenkt.de/tag/minimalismus/

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