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Minitopia in Wilhelmsburg

Vor kurzem bin ich auf Minitopia aufmerksam geworden. Heute  stelle ich euch dieses urbane Selbstversorgungs/Gemeinschaftsprojekt vor. Eine alte Bäckerei  mit einer 200 m² grossen Halle, Werkstätten und einem großen noch verwilderten Aussengelände in Hamburg-Wilhelmsburg sollen gemeinschaftlich Schritt für Schritt zur ersten Community-Stadtfarm Hamburgs ausgebaut werden. Initiatorinnen des Projektes sind Käthe Schäfer  und Stevie Engelbrecht.  Es ist schon viel passiert in Minitopia und nun fällt am 7. April der offizielle Startschuss. An dem Tag können sich Interessierte umschauen und natürlich auch gerne mitanpacken. Käthe und Stevie haben mir netterweise ein paar Fragen beantwortet:

Stellt ihr euch kurz der Nachbarschaft vor?

Käthe Schäfer (li.) und Stevie Engelbrecht (re.) sind die Initiatorinnen von Miniutopia

Stevie (40) ist geborene Hamburgerin, die aber auch schon ein paar Runden durch Berlin gedreht und dort auch unseren Verein Alternation e.V. gegründet hat. Käthe (32) lebt seit 2004 in der nördlichen Hemisphäre. Wir kennen uns beide seit 2011 und unser gemeinsamer Nenner sind kreative sozial und nachhaltig orientierte Projekte und Themen. Minitopia ist ein Konzept, dass es aus der Schublade geschafft hat.

Wie seit ihr auf die Idee zu Minitopia gekommen?

Mit den Themen beschäftigen wir uns privat, beruflich und im Rahmen unseres Vereins schon seit Jahren. Unsere Online-Plattform Alternation.infodokumentiert Initiativen und Projekte weltweit, die den Wandel aktiv vorantreiben. Bei einem Spaziergang durch Wilhelmsburg ist Stevie auf ein Grundstück gestossen, das bei ihr die Idee auslöste, so eine Plattform auch im “echten Leben” zu schaffen. Sie schrieb das anfängliche Konzept zu Minitopia und welches wir seitdem gemeinsam ständig erweitert und angepasst haben. Das Grundstück ist es dann nicht geworden, aber die Idee war geboren und wir waren uns sicher, dass es für Hamburg der richtige Zeitpunkt war, um so ein Konzept in die Realität zu bringen. Den perfekten Ort haben wir dann schließlich auch gefunden.

Wenn ihr euch 5 Jahre weiterträumt, was seht ihr? Wie siehts aus in Minitopia?

Die Beete stehen in voller Pracht, es blüht und grünt überall. BürgerInnen, Schulen, Kitas, Restaurants etc. beackern hier ihre Beete; Werkstatt, Atelier und Küche sind voll ausgestattet; unser Strom kommt aus der eigenen Windrad-, Solar- oder Biogas-Anlage. Wir betreiben Solidarische Landwirtschaft mit den umliegenden Bauern; was wir ansonsten brauchen, produzieren wir selbst. Vereine, ExpertInnen und Ehrenamtliche machen Angebote, es finden regelmäßig Veranstaltungen und Gruppentreffen statt.
Wir hoffen, dass Minitopia in fünf Jahren von der Gemeinschaft getragen wird, die es auch ernährt. Welches Organisations-Modell sich dafür eignet, wollen wir gemeinsam mit den AkteurInnen entwickeln. Auf jeden Fall wird es grün und lebendig sein.

Ich wünsche Euch und allen Minitopisten viel Glück, Wachstum und Energie für das tolle Projekt. Und nochmal der Hinweis auf  die Eröffnung.

KOMMT VORBEI!

Fr., 7. April um 19 Uhr

Georg-Wilhelm-Straße 322 21107 Hamburg

Mehr Infos:

www.minitopia.hamburg 

 

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