Kräuterkiste

Endlich startet die Saison für frische Kräuter. Am besten ist es, sie schnell zur Hand zu haben und zum Beispiel ein Essen zu verfeinern. Statt in einem klassischen Kräuterbeet, kannst du Kräuter auch in Kisten oder Töpfen kultivieren. So kommen auch Menschen ohne großen Garten in den Genuss frischen Grüns. Obwohl ich mittlerweile genug Platz im Garten habe, pflanze ich immer noch gerne Kräuter in schöne Töpfe oder Kisten. Es ist einfach sehr praktisch und sieht gut aus. Eine besonders dekorative Möglichkeit ist die Bepflanzung einer alten Obst- oder Weinkiste aus Holz.

Vorbereitung

Damit keine Erde herausrieselt, ist es sinnvoll die Kiste auszukleiden.Hier eignet sich zum Beispiel ein Fliegenschutznetz oder einen Kartoffelsack aus Jute, da bei dem Material auch das überschüssiges Wasser einfach ablaufen kann. Die Kräuter, die du verwenden möchtest, kannst du selbst ziehen oder auch Jungpflanzen verwenden. Greifst du auf Jungpflanzen zurück, bedenke, dass diese in der Regel im Gewächshaus groß gezogen wurden, ohne direkte Sonne und mit gleichbleibenden, warmen Temperaturen. Damit die Pflänzchen nicht zu geschockt sind, ist es deshalb ratsam, sie langsam an die Außenverhältnisse zu gewöhnen. Hast du die gewünschten Kräuterpflanzen gekauft, bzw. großgezogen und abgehärtet, kann kann es losgehen. Die Kiste wird mit Erde gefüllt. Damit keine Staunässe entsteht und die Drainage unterstützt wird , ist es sinnvoll bei der Kultivuerung in Kisten oder Töpfen auf den Grund des Pflanzgefäßes Kies , Ton, oder Steine zu geben Die Drainage Schicht sollte ca. 1/4 des Gefäßes ausmachen.

Bepflanzen der Kiste

Für die Bepflanzung gilt, dass Kräuter, die unter ähnlichen Bedingungen wachsen, auch zusammen in eine Kiste gepflanzt werden können. Mediterrane Krauter wie Thymian, Oregano oder Rosmarin, die es gern trocken und warm mögen und außerdem weniger Wasser und Nährstoffe benötigen, fühlen sich zusammen wohl. Das gleiche gilt für Waldkräuter wie Bärlauch oder Waldmeister. Diese mögen es gerne etwas feucht und dunkel. Drücke die Jungpflanzen vorsichtig aus den Töpfen und zupfe leicht an den Wurzeln, das fördert das Wurzelwachstum. Drücke die Pflanzen in die Erde und fülle die Lücken um die Pflanzen herum und drücke die Erde wieder fest. Nach dem Einpflanzen gieße die Krauter an. Die Wahl des Standortes hängt natürlich  von den Bedürfnissen der Krauter ab, mediterrane nd verholzende Krauter wie Rosmarin und Salbei mögen es warm, trocken und viel Sonne, während Petersilie lieber im Halbschatten wächst. Wer einen guten Standort für Kräuter wie zum Beispiel Rosmarin oder Salbei hat, kann diese sogar an Ort und Stelle überwintern, aber das ist ein anderes Thema.

Besonders finde ich es bei der Kisten Variante, dass man den Standort seiner Krauterkiste verändern kann und die Kräuter in Küchennähe immer schnell zur Hand hat.Im besten Fall muss man nur das Fenster öffnen und kann sich je nach Bedarf bedienen. Außerdem kann man durch diese Variante der das Pflanzen in Töpfen oder Kübeln auch auf einem Balkon oder einer kleinen Terrasse Kräuter hegen und pflegen. Schön und praktisch ist es mehrere Kräuterkisten zu bepflanzen und so zum Beispiel eine Teekräuterkiste oder eine Waldkräuterkiste zu kreieren. Als Pflanzgefäße eignen sich auch zum Beispiel ausrangierte schöne Töpfe, Büchsen, Fässer oder dergleichen.Natürlich kann man auch Kräuter in einen klassischen Balkonkasten pflanzen. Allerdings sollte man den Kräutern etwas Platz gönnen. In einen Kasten von einem Meter, sollten nicht mehr als 3- 4 Kräuter gepflanzt werden. Wuchernden Arten wie Pfefferminze gönnt man am besten einen eigenen Topf.

Viel Spaß!

 

Rieke@mygreenhood

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