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Kindergeld oder Kinderfreibetrag: Eine Entscheidungshilfe

Die Wahl zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag kann knifflig sein. Ein Blick auf die Hintergründe und die Entscheidungsfindung des Finanzamtes hilft bei der Orientierung.

Clara Zimmermann · · 3 Min. Lesezeit

Die gegenwärtige Situation

In Deutschland erhalten Eltern eine finanzielle Unterstützung, die in der Form von Kindergeld oder durch den Kinderfreibetrag gewährt wird. Oft stellt sich die Frage, welches dieser beiden Modelle für die eigene Situation günstiger ist, und das Finanzamt hat hierbei das letzte Wort.

Die Anfänge: Kindergeld und seine Einführung

Das Kindergeld wurde in den frühen 1950er Jahren eingeführt, und zwar als Teil der umfassenden Sozialreformen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Idee war, Familien zu unterstützen und Anreize für die Geburt von Kindern zu schaffen. Ursprünglich war es eine kleine, bescheidene Summe - weit entfernt von den heutigen Beträgen. Aber es war ein Anfang, und viele Eltern hatten nun etwas mehr Spielraum in ihrem Budget.

Die Evolution des Kinderfreibetrags

Parallel zum Kindergeld entwickelte sich der Kinderfreibetrag. Dieser wurde eingeführt, um das Einkommenssteuersystem zu entlasten. Taxonomisch gesehen, also aus der Sicht des Finanzamtes, stellte der Freibetrag eine Möglichkeit dar, die steuerliche Belastung der Familien zu reduzieren. Der Freibetrag sorgte dafür, dass Eltern für jedes Kind einen bestimmten Betrag steuerlich geltend machen konnten, was die zu zahlenden Steuern entsprechend reduzierte.

Die Wahl zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag: Was bedeutet das?

Eltern haben die Wahl zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag, wobei Letzterer oft als lukrativer gilt, insbesondere für Besserverdiener. Das Finanzamt prüft, welches Modell für die Familie am vorteilhaftesten ist. Praktischerweise gilt: Das Finanzamt entscheidet sich automatisch für die Option, die den Eltern mehr Geld bringt. Insbesondere in höheren Einkommensklassen kann der Kinderfreibetrag wesentliche steuerliche Vorteile bieten. Doch dieser ist nicht sofort sichtbar, da er erst bei der jährlichen Steuererklärung zum Tragen kommt.

Die Berechnung: Wie funktioniert das genau?

Um den passenden Weg zu finden, muss man sich über die aktuellen Beträge im Klaren sein. Das Kindergeld beträgt seit 2021 219 Euro für das erste und zweite Kind, 225 Euro für das dritte Kind und 250 Euro für jedes weitere Kind. Im Gegensatz dazu beträgt der jährliche steuerliche Freibetrag 8.388 Euro für das erste und zweite Kind, und 4.194 Euro für jedes weitere.

Das Finanzamt wird bei der Berechnung prüfen, ob die Auszahlung des Kindergeldes oder die steuerliche Entlastung durch den Kinderfreibetrag für die Eltern günstiger ist. Wer also in einem höheren Steuersatz veranlagt ist, hat in der Regel mit dem Kinderfreibetrag die Nase vorn.

Die Entwicklung der Ansprüche

Mit den Jahren gab es immer wieder Anpassungen, um den Lebenshaltungsaufwand für Familien zu berücksichtigen. So wurde das Kindergeld im Laufe der Zeit mehrfach angehoben, um der steigenden Inflation und den Lebenshaltungskosten Rechnung zu tragen. Der Kinderfreibetrag wurde ebenfalls regelmäßig angehoben, um zu verhindern, dass Familien unter den zunehmenden finanziellen Druck geraten.

Der bürokratische Weg zur Leistung

Um Kindergeld oder Kinderfreibetrag zu beantragen, müssen Eltern einige bürokratische Hürden überwinden. Anträge sind meist bei der Familienkasse der Arbeitsagentur einzureichen, was durchaus mit Geduld und einigem Papierkram verbunden sein kann. Das Finanzamt hat die Aufgabe, die richtigen Beträge festzulegen und die Berechnungen durchzuführen. So kann sich der Familienvater schon mal ein wenig über die Geschwindigkeit der Bearbeitung beschweren, während die Bürokratie in ruhigem Tempo ihre Runde macht.

Ein Fazit zu den geschätzten Vorzügen

Sich auf die Vorzüge von Kindergeld und Kinderfreibetrag zu verständigen, verlangt ein gewisses Maß an Wissen und Geduld. Eltern sollten sich mit den eigenen Einkommensverhältnissen beschäftigen, um die optimale Unterstützung auszuwählen. Dabei hilft es in der Regel, einen Blick in die Steuerbescheide der letzten Jahre zu werfen. Es mag etwas übertrieben klingen, aber man könnte fast sagen, dass die Entscheidung für oder gegen das Kindergeld die spannendste Steuerfrage des Jahres ist.

Zukünftige Entwicklungen

Die Zukunft der finanziellen Unterstützungsleistungen für Familien bleibt ein heißes Thema. Angesichts der demografischen Veränderungen und der zunehmenden Diskussionen über den Zustand der sozialen Sicherheit wird es wahrscheinlich weitere Anpassungen geben. Der gewöhnliche Bürger mag sich fragen, ob die Unterstützung mit dem gleichen Ernst behandelt wird wie die ständig steigenden Mieten.

Es bleibt abzuwarten, ob die politischen Entscheidungsträger in den kommenden Jahren die entsprechenden Maßnahmen ergreifen werden. Die ständige Anpassung und der Versuch, für Familien das Beste zu tun, wird für das Finanzamt und die Familienkassen auch in Zukunft eine spannende Herausforderung darstellen.